Ein Genwerkzeug fürs Epigenom

An-Aus-Schalter für Gene: Forscher haben die Genschere CRISPR/Cas9 so modifiziert, dass sie gezielt in die Genaktivität eingreifen kann. Statt das Erbgut zu schneiden, verändert das neue System CRISPRoff lediglich das Epigenom – Anlagerungen an der DNA, die das Ablesen der Gene blockieren oder erlauben. Das bietet neue Möglichkeiten für Forschung und Therapie, weil diese epigenetischen Anlagerungen unter anderem für viele Zivilisationskrankheiten eine entscheidende Rolle spielen.

Die Genschere CRISPR/Cas9 ist eines der wichtigsten Werkzeuge der modernen Gentechnik und Biomedizin. Sie erlaubt es, die DNA gezielt zu schneiden und Veränderungen einzubringen. Damit ermöglicht sie neue Forschungsansätze und weckt Hoffnungen, Gendefekte und Erbkrankheiten künftig per Gentherapie heilen zu können. Doch die Technik hat auch ihre Schattenseiten. Obwohl die Genschere gezielter wirkt als frühere Ansätze, kann auch sie irreversible Mutationen an unerwünschter Stelle verursachen und so möglicherweise das Krebsrisiko erhöhen. Zudem lässt sich die Technik zu ethisch umstrittenen Eingriffen ins Erbgut einsetzen.

Bessere Krebsdiagnose dank digitalen 3D-Bildern

Bei einer LAMA2-Muskeldystrophie fehlt den Muskelzellen ein stabilisierender Faktor. Forschende haben eine vielversprechende Gentherapie entwickelt, um Abhilfe zu schaffen. (Symbolbild: Adobe Stock)

Seltene Muskelkrankheit: Seehund hilft Lama

Auf dem Versuchsfeld in Zürich-Reckenholz wurden am Montag, 8.4.24, Gerstenkörner ausgesät, deren Erbgut mit einem neuartigen Verfahren verändert wurde.

Erstmals in der Schweiz wachsen Crispr-Pflanzen auf dem Feld

Genetisch veränderte E.-​coli-Bakterien können Veränderungen im Darm wahrnehmen und aufzeichnen. (Bild: Science animated / Bara Krautz)

Gegen Mangelernährung bei Kindern

Illustration: ETH Zürich / Francesco Schito

Forschungshighlights made in Basel

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