Forscher / Forscherin des Monats

Forscher / Forscherin des Monats

Prof. Stylianos E. Antonarakis, Medizinische Fakultät, Universität Genf

Juli 2017
Ein zusätzliches Chromosom 21 verursacht das Down-Syndrom. Dies ist hinlänglich bekannt. Doch wie sich dieses Ungleichgewicht der Gen-Dosis genau auf die Symptome des Down-Syndroms auswirkt, ist unklar. Die laufende Forschung von Prof. Stylianos E. Antonarakis der Medizinischen Fakultät der Universität Genf fokussiert sich auf die genetische Medizin mit dem Ziel, über genetische Variationen auf den Phänotyp einer Krankheit schliessen zu können. Der mehrfach ausgezeichnete Genetiker Prof. Stylianos E. Antonarakis publizierte kürzlich im Journal «Nature Review Genetics» den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Down-Syndrom.

Dr. Bart Deplancke, Labor für Systembiologie und Genetik am Institut für Bioengineering, ETH Lausanne

Mai 2017
Wissenschaftler um den Biotechnologen Dr. Bart Deplancke an der ETH Lausanne haben eine mikrofluidbasierte Technik namens SMiLE-seq entwickelt, welche die Genforschung revolutionieren kann. Durch die Anwendung eines neuartigen, integrativen Ansatzes gelang ihnen die Entwicklung eines Systems, das die Charakterisierung von DNA-bindenden Proteinen, sogenannter Transkriptionsfaktoren (TFs), wesentlich schneller, genauer und effizienter macht. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Zeitschrift Nature Methods publiziert.

Prof. Dr. Nenad Ban, Institut für Molekularbiologie und Biophysik, ETH Zürich

April 2017
Der Strukturbiologe Prof. Dr. Nenad Ban beschäftigt sich mit der Untersuchung biologischer Makromoleküle, insbesondere der Erforschung der atomaren Struktur der zellulären Proteinherstellungsmaschinerie – den Ribosomen. Für seine Arbeit wurde er kürzlich mit dem Ernst-Jung-Preis für Medizin 2017 ausgezeichnet, dem höchstdotierten Medizinpreis Europas. Nenad Ban und dessen Team gelang es als ersten, die atomare Struktur der komplexen Ribosomen höherer Lebewesen zu beschreiben. Die Erkenntnisse über Ribosomen in gesunden Zellen bilden die Grundlage, um Fehlfunktionen bei Krankheiten besser verstehen zu können.

Prof. Vincent Dion, Center for Integrative Genomics, Université de Lausanne

Januar 2017
Der junge Forscher Prof. Vincent Dion hat sich auf die Erforschung seltener Krankheiten fokussiert. Mit seiner kürzlich im Journal Nature Communications publizierten Arbeit zeigt er eindrücklich, was das CRISPR/Cas-System in diesem Bereich zu leisten vermag. Seine Forschung legt den Grundstein, um seltene Krankheiten in Zukunft gentherapeutisch behandeln zu können. Dabei erhält er auch die Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung.

Prof. Dr. Gerald Schwank, Institute for Molecular Health Sciences, ETH Zürich

Oktober 2016
Der junge Wissenschaftler Gerald Schwank ist mit seiner Forschung ein Pionier auf dem Gebiet dreidimensionaler Organmodelle und Gentherapien basierend auf der neuen gentechnischen Methode CRISPR/Cas. Gerald Schwank ist auch mitverantwortlich für den Aufbau der ersten «Swiss Organoid Biobank» innerhalb der Technologieplattform Nexus. Die Fachwelt ist sich einig, dass seine Forschung massgeblich dazu beitragen wird, die Medizin der Zukunft zu revolutionieren.

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