Forscher / Forscherin des Monats

Forscher / Forscherin des Monats

Prof. Dr. Paola Picotti, Institut für Molekulare Systembiologie, ETH Zürich

November 2017
Für die Früherkennung neurodegenerativer Krankheiten kommen immer häufiger neue diagnostische Werkzeuge zum Einsatz. Die Forscherin Paola Picotti entwickelte eine neue und vielversprechende Technologie im Bereich der Targeted Proteomics, die eine schnelle Identifizierung und Quantifizierung von spezifischen Proteinen in komplexen Organismen erlaubt und zur Aufklärung dieser Krankheiten beiträgt. Paola Picotti ist eine weltweit anerkannte Wissenschaftlerin im Bereich der quantitativen Biologie. Im Oktober 2017 wurde sie zur ausserordentlichen Professorin für Molekulare Systembiologie an der ETH Zürich ernannt. Ihre Arbeiten wurden bereits mit dem Latsis-Preis der ETH Zürich und einem ERC Starting Grant gewürdigt.

Prof. Dr. Wilhelm Gruissem, Institut für Molekulare Pflanzenbiologie, ETH Zürich

September 2017
Der Biologe Wilhelm Gruissem will mit seiner Forschungsarbeit die Ernährungssicherheit und -qualität weltweit verbessern. Er und sein Team haben kürzlich am Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der ETH Zürich eine neue Reissorte entwickelt, die nicht nur den Gehalt der Mikronährstoffe Eisen und Zink in den Körnern erhöht, sondern auch Betacarotin als Vorläufer von Vitamin A in den Körnern produziert. Dieser Multi-Nährstoff-Reis könnte dazu beitragen, Mangelernährung zu reduzieren, die in Entwicklungsländern weit verbreitet ist.

Prof. Stylianos E. Antonarakis, Medizinische Fakultät, Universität Genf

Juli 2017
Ein zusätzliches Chromosom 21 verursacht das Down-Syndrom. Dies ist hinlänglich bekannt. Doch wie sich dieses Ungleichgewicht der Gen-Dosis genau auf die Symptome des Down-Syndroms auswirkt, ist unklar. Die laufende Forschung von Prof. Stylianos E. Antonarakis der Medizinischen Fakultät der Universität Genf fokussiert sich auf die genetische Medizin mit dem Ziel, über genetische Variationen auf den Phänotyp einer Krankheit schliessen zu können. Der mehrfach ausgezeichnete Genetiker Prof. Stylianos E. Antonarakis publizierte kürzlich im Journal «Nature Review Genetics» den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Down-Syndrom.

Dr. Bart Deplancke, Labor für Systembiologie und Genetik am Institut für Bioengineering, ETH Lausanne

Mai 2017
Wissenschaftler um den Biotechnologen Dr. Bart Deplancke an der ETH Lausanne haben eine mikrofluidbasierte Technik namens SMiLE-seq entwickelt, welche die Genforschung revolutionieren kann. Durch die Anwendung eines neuartigen, integrativen Ansatzes gelang ihnen die Entwicklung eines Systems, das die Charakterisierung von DNA-bindenden Proteinen, sogenannter Transkriptionsfaktoren (TFs), wesentlich schneller, genauer und effizienter macht. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Zeitschrift Nature Methods publiziert.

Prof. Dr. Nenad Ban, Institut für Molekularbiologie und Biophysik, ETH Zürich

April 2017
Der Strukturbiologe Prof. Dr. Nenad Ban beschäftigt sich mit der Untersuchung biologischer Makromoleküle, insbesondere der Erforschung der atomaren Struktur der zellulären Proteinherstellungsmaschinerie – den Ribosomen. Für seine Arbeit wurde er kürzlich mit dem Ernst-Jung-Preis für Medizin 2017 ausgezeichnet, dem höchstdotierten Medizinpreis Europas. Nenad Ban und dessen Team gelang es als ersten, die atomare Struktur der komplexen Ribosomen höherer Lebewesen zu beschreiben. Die Erkenntnisse über Ribosomen in gesunden Zellen bilden die Grundlage, um Fehlfunktionen bei Krankheiten besser verstehen zu können.

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