Grundlagen für neue Krebstherapien

Nicola Aceto erhält den mit CHF 100’000 dotierten Schweizer Wissenschaftspreis Latsis 2021. Der Italiener ist ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich und wird für seine bahnbrechenden Entdeckungen in der Krebsforschung ausgezeichnet.

Wenn ein Tumor Metastasen bildet, wird es häufig lebensbedrohlich: Solche Ableger sind verantwortlich für mehr als 90 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle weltweit. Metastasen werden durch die sogenannten zirkulierenden Tumorzellen (CTC) gebildet, die den ursprünglichen Tumor verlassen und über den Blutkreislauf zu anderen Organen gelangen, wo sie neue Tumore bilden.

Nicola Aceto, ausserordentlicher Professor für Molekulare Onkologie an der ETH Zürich, hat bei der Erforschung dieser zirkulierenden Tumorzellen gleich mehrere wichtige Entdeckungen gemacht: Er fand heraus, dass Ansammlungen von CTC besonders häufig Metastasen bilden und zum Beispiel bei Prostata-​ oder Brustkrebs entscheidend sind. Daraus leitete der Forscher ab, dass die Ausbreitung von Krebs im Körper verringert werden kann, wenn es gelingt, die CTC-​Cluster mit Medikamenten aufzuspalten. Ebenso ist es Aceto gelungen, aus fast allen Krebsarten lebensfähige zirkulierende Zellen zu isolieren.

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