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Prof. Dr. A. Trkola: Virusvarianten auf der Spur

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Prof. Dr. A. Trkola: Virusvarianten auf der Spur

Alexandra Trkola ist die Direktorin des Instituts für medizinische Virologie der Universität Zürich und ist vor allem in der Diagnostik rund um das Coronavirus eingebunden.

Dazu führt Trkola mit ihrem Team Tests durch, um eine Infektion mit dem Virus festzustellen. Diese Tests haben die Forscher in ihrem Labor selbst entwickelt und bereits früh in der Pandemie erfolgreich eingesetzt. Ihr Antikörpertest kann Aussagen darüber treffen, ob eine Infektion mit Covid-19 eine Immunantwort im Körper ausgelöst hat. In ihren Studien untersuchen die Forscher im Detail die Antikörperantwort und unterstützen damit auch die Entwicklung neuer Impfstoffe. Ein guter Impfstoff soll möglichst lange eine schützende Immunantwort auslösen. Um dies zu prüfen werden Blutseren von Infizierten und Genesenen auf die Anwesenheit verschiedener Typen von Immunglobulinen (IgA, IgG, IgM) in Zeitreihen untersucht. Dabei zeigt sich, ob sich die Immunantwort mit der Zeit abschwächt und ob Personen, die starke Krankheitssymptome hatten, einen länger anhaltenden Schutz aufgebaut haben oder nicht.

Trkola und ihr Team haben auch einen zuverlässigen Speichel-Schnelltest entwickelt, um eine Erkrankung mit Covid-19 nachzuweisen. Der Schnelltest ist mittlerweile zugelassen und findet als Massentest in Schulen und Altersheimen Anwendung.

Neben den Antikörpertests und der Entwicklung eines Schnelltests führen Trkola und ihr Team auch PCR-Tests durch. Ein PCR-Test vervielfältigt in einer Probe Teile des Virus, sofern diese vorhanden sind, und kann so eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweisen. Heute fokussieren Trkola und ihr Team vermehrt auf den Nachweis von Virusvarianten. Das sind Viren, die mutiert sind, also Teile ihres Erbguts im Laufe der Zeit verändert haben. Die bekanntesten SARS-Cov-2-Virusvarianten sind die britische Varianten B.1.1.7, die brasilianische Variante P1, die südafrikanische Variante B.1.351 oder die indische Variante B.1.617. Die mutierten Viren weisen gleich mehrere Veränderungen in ihrem Erbgut auf, wobei nicht alle Veränderungen gefährlich für den Menschen sind. Die britische Variante weist beispielsweise 17 Genveränderungen auf. Die sogenannte N501Y-Mutation ist allerdings kritisch, da diese Mutation dafür sorgt, dass eine Aminosäure im Spike-Protein ausgetauscht wurde: Anstatt ein Asparagin (N) sitzt jetzt dort ein Tyrosin (Y). Dadurch wird der Kontakt des Virus zur Zelle sehr wahrscheinlich verstärkt. Doch warum kommt es zu diesen Mutationen? Dies ist in der Evolution begründet. Mutationen, die einen Vorteil aufweisen, werden eher vererbt. Ein bekanntes Beispiel beim Menschen ist die Laktosetoleranz bei Europäern und Nordasiaten, die mit der Abstammung von Viehzüchtern erklärt wird und sich offensichtlich erst vor wenigen Tausend Jahren in den Populationen durchgesetzt hat. Der evolutive Druck sorgt dafür, dass unter den vielen Varianten, die im Zuge der Vermehrung entstehen, jene profitieren, die sich besonders gut weiterverbreiten oder die Immunantwort unterwandern.

Finden Trkola und ihr Team eine verdächtige Mutation, informieren sie den zuständigen Kantonsarzt und erstatten Meldung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dann wird das Contact-Tracing aktiv, um weitere Personen zu finden, die sich mit der mutierten Variante angesteckt haben könnten. Auch ihre Proben werden sequenziert und auf Virusvarianten geprüft. Die Bildung von Virusvarianten hängt damit zusammen, wie stark das Virus unter den Menschen zirkuliert. Daher gilt es nach wie vor, die Anzahl an neu auftretenden Erkrankungen so weit wie möglich und möglichst schnell zu reduzieren.

Prof. Dr. Alexandra Trkola, Universität Zürich

Prof. Dr. M. Salathé: Soziale Netzwerke als Datenquelle

Prof. Dr. Nicola Low, Universität Bern

Prof. Dr. Federica Sallusto, IRB, USI

Prof. Dr. Carmela Troncoso, EPFL

Prof. Dr. Matthias Egger, Swiss National Covid-19 Task Force

PD Dr. Steve Pascolo, Universitätsspital Zürich

Prof. Dr. Nils Kucher, Universitätsspital Zürich

Prof. Dr. Onur Boyman, Universitätsspital Zürich

Prof. Dr. Milo Puhan, Universität Zürich, SSPH+

Prof. Dr. Adriano Aguzzi, Universität Zürich

Prof. Dr. Karl-Heinz Krause, Universität Genf

Prof. Dr. Markus Lill, Universität Basel

Prof. Dr. Richard Neher, Universität Basel

Prof. Dr. R. Platt: Zielgerichtete Editierung von Genomen

Holger Moch, Direktor Institut für Pathologie und Molekularpathologie, Universitätsspital Zürich

Prof. Dr. Silvia Arber, Biozentrum, Universität Basel und Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research, Basel

Prof. Dr. Jacob Corn, Institut für Molecular Health Sciences, ETH Zürich

Prof Dr. Douglas Hanahan, Laboratory of Translational Oncology, Hanahan Lab

Prof. Dr. Volker Thiel, Universität Bern

Prof. Dr. Andrea Ablasser, Global Health Institute, EPFL

Prof. Dr. Federica Sallusto, Institute for Research in Biomedicine, Università della Svizzera italiana, Bellinzona, und Institute of Microbiology, ETH Zurich

Prof. Dr. Lukas Sommer, Anatomisches Institut, Universität Zürich

Prof. Andreas Plückthun, Biochemisches Institut, Universität Zürich

Prof. Michele De Palma, Swiss Institute for Experimental Cancer Research (ISREC), École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)

Prof. Niko Beerenwinkel, Department of Biosystems Science and Engineering, ETH Zürich

Prof. Emmanouil T. Dermitzakis, Department of Genetic Medicine and Development, University of Geneva Medical School

Prof. Dr. Paola Picotti, Institut für Molekulare Systembiologie, ETH Zürich

Jacques Dubochet, professeur UNIL, reçoit le Prix Nobel de chimie

Professeur Wilhelm Gruissem, Institut de biologie moléculaire végétale de l’EPF de Zurich

Prof. Stylianos E. Antonarakis, Medizinische Fakultät, Universität Genf

Dr. Bart Deplancke, Labor für Systembiologie und Genetik am Institut für Bioengineering, ETH Lausanne

Prof. Dr. Nenad Ban, Institut für Molekularbiologie und Biophysik, ETH Zürich

Prof. Vincent Dion, Center for Integrative Genomics, Université de Lausanne

Prof. Dr. Gerald Schwank, Institute for Molecular Health Sciences, ETH Zürich

Prof. Dr. Timm Schroeder, D-BSSE, ETH Zürich

Prof. Dr. Johan Auwerx, Laboratory of Integrative Systems Physiology LISP, EPFL

Prof. Dr. Martin Jinek, Biochemisches Institut, Universität Zürich

Prof. Dr. Matthias Lütolf, Institute of Bioengineering, EPFL

Prof. Dr. Barbara Rothen-Rutishauser, Adolphe Merkle Institut, Universität Freiburg

Prof. Didier Trono, Laboratory of virology and genetics, EPFL

Prof. Dr. Dario Neri, Institute of Pharmaceutical Sciences, ETH Zürich

Prof. Dr. Michael Hall, Departement Biozentrum, Universität Basel

Prof. Dr. Mihaela Zavolan, Biozentrum, Universität Basel

Prof. Dr. med. Adriano Aguzzi, Direktor des Instituts für Neuropathologie, Universitätsspital Zürich

Prof. Dr. Vassily Hatzimanikatis, Laboratory of computational systems biotechnology, EPFL

Prof. Dr. Dr. Hans-Uwe Simon, Institut für Pharmakologie, Universität Bern

Prof. Isabelle Mansuy, Medical Faculty, University of Zurich & Department of Health Sciences and Technology, ETHZ

Prof. Dr. Michael Detmar, Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, ETH Zürich