Glossar

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Adulte Stammzelle

Undifferenzierte →Stammzelle im Körpergewebe, z.B. Blutstammzelle.

Agrobakterium

Bodenbakterium, das Pflanzen befällt und →Gene ins →Genom der Pflanze übertragen kann.

Aids

Englisch Acquired immune deficiency syndrome. Erworbene Immunschwäche, die durch das →HI-Virus übertragen wird.

Allel

Eine von mehreren Ausprägungen eines →Gens. Für das Gen der Blutgruppe gibt es z.B. drei verschiedene Ausprägungen, die Allele Null, A und B. Es gibt →rezessive und →dominante Allele.

Aminosäure

Baustein der →Proteine. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren.

Antibiotika

Stoffe aus →Mikroorganismen, die auf andere →Bakterien wachstumshemmend oder abtötend wirken.

Anticodon

Drei →Basen (z.B. GUA), die sich an einem Ende einer gefalteten →tRNA befinden. Während der →Translation haftet sich das Anticodon an ein passendes →Codon auf der →mRNA (im Beispiel an CAU).

Antikörper

Proteine, die als Abwehrstoffe des →Immunsystems dienen.

Autosomen

Chromosomen, die nicht zu den Geschlechtschromosomen (Gonosomen) gehören

Bakterium

Einzeller →Mikroorganismus.

Base

Die Basen Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T) sind die Bausteine der →DNA. In der →RNA findet sich Uracil (U) statt Thymin.

Base Editing

Bei dieser Methode werden nur einzelne Basen verändert, ohne dass die DNA geschnitten wird, deshalb wird dieses Verfahren als Base Editing bezeichnet.

Basenpaar

Aufgrund ihrer chemischen Struktur paaren sich die Basen A und T (bzw. U) sowie C und G. Die Basenpaarung ermöglicht z.B. das Abschreiben der →DNA zu →RNA (→Transkription) und die Paarung von →Codon und →Anticodon

Biobank

Sammlung von Körperproben wie Blut, Tumorgewebe oder →DNA verknüpft mit den zugehörigen Daten zu Gesundheit und Lebensstil des Probenspenders.

Bioindikator

Biologisches System (meist →Bakterien) zum Aufspüren von Umweltgiften und anderen Stoffen

Bioinformatik

Wissenschaft, die sich mit der computergestützten Speicherung und Auswertung biologischer Daten befasst.

Biologika, Biologics

Bio- bzw. →gentechnisch hergestellte →Proteine, die als Medikamente eingesetzt werden.

Biotechnologie

Einsatz von →gentechnisch veränderten oder unveränderten →Mikroorganismen, →Zellen und →Enzymen zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion.

Botenstoff

Chemisches Signal, welches der Übertragung von Signalen bzw. Informationen in oder zwischen Organismen dient

Bt-Mais/Bt-Baumwolle

Transgene Pflanzen mit einem →Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis, aufgrund dessen die Pflanzenzellen ein Insektengift produzieren. Die Pflanzen sind dadurch gegen bestimmte Insektenschädlinge geschützt.

Chromosom

Unter dem Mikroskop sichtbare, im →Zellkern zu Stäbchen aufgeknäulte →DNA. Der Mensch hat 46 Chromosomen bzw. 23 Chromosomen-Paare pro →Zelle.

Codon

Abfolge von drei →Basen (z.B. CGA) der →DNA oder →RNA. Das Codon enthält den Code für eine →Aminosäure oder für ein Stopp- bzw. Startsignal, welche Anfang bzw. Ende des →Gens markieren.

DNA-Chip

Microarray.

DNA/DNS

Desoxyribonukleinsäure (englisch -acid für -säure). Chemischer Stoff, aus dem die →node/2984 aufgebaut sind.

Dominanter Erbgang

Vererbung eines →Allels, das sich gegen ein →rezessives Allel durchsetzt und als Körpermerkmal erscheint. Dominante Allele zeigen sich im →Phänotyp immer.

Elektrophorese

Die Wanderung elektrisch geladener Teilchen (z.B. →DNA) in einem Gel, durch das Strom fliesst. Ermöglicht die Trennung unterschiedlich langer DNA-Stücke.

Embryo

Die frühe Entwicklungsform eines Lebewesens, beim Menschen die ersten acht Wochen. Danach spricht man vom Fötus.

Embryonale Stammzelle

Aus dem wenige Tage alten →Embryo gewonnene undifferenzierte →node/2887, die sich im Labor zu praktisch allen Zelltypen des Körpers entwickeln kann.

Enzym

Protein, das als biologischer →Katalysator Stoffwechselvorgänge (chemische Prozesse) auslöst und beschleunigt

Epigenetik

Veränderungen an den Chromosomen, wodurch Abschnitte oder ganze Chromosomen in ihrer Aktivität beeinflusst werden

Erbkrankheit

Durch einen Genfehler (→Mutation) ausgelöste oder begünstigte Krankheit.

Evolution

Entwicklung aller Lebewesen aus einfachen Urformen nach dem Prinzip der natürlichen Auslese: Aufgrund ihrer →Gene und ihres Verhaltens besonders gut angepasste Organismen überleben eher und haben daher mehr Nachkommen.

Exon

Codierender Bereich eines →Gens, der beim →Spleissen nicht weggeschnitten wird.

Farming

Pharming.

Fermenter

Reaktionsgefäss, in dem →Mikroorganismen und andere →Zellen gezüchtet werden

Freisetzungsversuch

Ausbringen gentechnisch veränderter Organismen (→GVO) vom geschlossenen Forschungslaboratorium in die Umwelt.

Fungizid

Chemischer Stoff, der Pilze abtötet.

Gen

Abschnitt auf der →DNA, der die Information zur Herstellung einer →RNA enthält. Die meisten RNAs dienen als Bauanleitung für →Proteine. Gene sind die Grundelemente der Vererbung.

Genetik

Wissenschaft der Vererbung.

Genetischer Code

Bezeichnet die vorgegebene Zuordnung der →Codons der →DNA bzw. →RNA zu den 20 →Aminosäuren. Der genetische Code ist bei allen Lebewesen identisch.

Genetischer Fingerabdruck

Bestimmte Abschnitte des Erbmaterials, die für jeden Menschen charakteristisch sind. Die Untersuchung und der Vergleich des genetischen Fingerabdrucks ist eine Methode zur eindeutigen Identifikation einer Person.

Genom

Gesamtheit der Erbinformation, d.h. aller →Gene, einer →Zelle oder einer Art.

Genomik

Wissenschaft, welche das →Genom eines Lebewesens entschlüsselt und untersucht.

Genotyp

Genetische Ausstattung eines Individuums. Im Gegensatz zum →Phänotyp, der nur die körperlich ausgeprägten Merkmale bezeichnet, wird der Genotyp an die Nachkommen weitervererbt.

Gentechnik

Wissenschaft, die sich mit der Untersuchung, der Isolierung und der Neukombination von Erbmaterial (→DNA) befasst

Gentechnologie

Die gesamten Kenntnisse, Verfahren und Anwendungen, die auf →Gentechnik beruhen.

Gentest

Untersuchung von →DNA, um Rückschlüsse auf verschiedene Aspekte eines Individuums zu ziehen, z.B. Krankheitsursachen oder Verwandtschaft.

Gentherapie

Behandlung einer →(Erb-)Krankheit durch Einschleusen eines →Gens in die →Zellen. Man unterscheidet zwischen →somatischer und →Keimbahn-Gentherapie

Gentransfer

Übertragung von →Genen in Empfängerzellen.

Good Clinical Practice

Ethisch überprüfte Regeln für die Durchführung von medizinischen Behandlungen und →klinischen Studien.

Grüne Gentechnik

Umgangssprachliche Bezeichnung für die →Gentechnik in der Pflanzenzucht und in der Landwirtschaft.

Güterabwägung

Methode der Ethik zur Entscheidungsfindung. Alle Argumente für und gegen eine umstrittene Frage werden gesammelt und gewichtet.

GVO

Gentechnisch veränderter Organismus, auch →transgener Organismus genannt.

Herbizid

Chemisches Unkrautvertilgungsmittel, Pflanzen abtötender Stoff.

HIV

Englisch Human Immunodeficiency Virus. →Virus, das die Krankheit →Aids auslöst.

Hormon

Protein, das als Botenstoff dient und in →Zellen Reaktionen auslöst (z.B. Insulin).

Hybridsorte

Kultursorte (z.B. Getreide), die durch die Kreuzung von zwei genetisch weit entfernten Organismen entstanden ist. Er bringt dank vervielfältigtem →Chromosomensatz höhere Erträge.

Immunsystem

System zur Abwehr körperfremder Substanzen und Organismen wie Pollen, →Bakterien oder →Viren.

In vitro

Lateinisch «im Glas». Vorgang im Reagenzglas, der im Labor durchgeführt wird.

In vivo

Lateinisch «im Lebenden». Vorgang im lebenden Organismus.

In-vitro-Fertilisation (IvF)

Künstliche Befruchtung der Eizelle ausserhalb des Körpers. Der →Embryo wird anschliessend in die Gebärmuttereingepflan

Informed consent

Zustimmung zur Durchführung einer Behandlung, die Betroffene geben, nachdem der Arzt oder die Ärztin (bzw. die verantwortliche Person eines Experimentes) die Betroffenen ausführlich über die Behandlung informiert und aufgeklärt hat.

Insektizid

Chemisches Schädlingsbekämpfungsmittel, Insekten abtötender Stoff.

Intron

Bereich eines →Gens, der beim →Spleissen aus der →mRNA ausgeschnitten wird.

Katalysator

Reaktionsbeschleuniger

Keimbahn-Gentherapie

Gentechnischer Eingriff in Ei- und Samenzellen. In der Schweiz verboten.

Keimzelle

Überbegriff für Ei- und Samenzelle. Keimzellen enthalten nur 23 →Chromosomen.

Kerntransfer

Verschmelzung des →Zellkerns einer Körperzelle mit einer entkernten Eizelle zur Herstellung eines →Klons, der mit dem Zellkern-Spender bzw. der -Spenderin genetisch identisch ist.

Klinische Studie

Wissenschaftliche Untersuchung einer (neuen) medizinischen Behandlung unter kontrollierten Bedingungen.

Klon

Genetisch identisches Lebewesen. Z.B. sind durch Zellteilung entstandene →Bakterien Klone. Auch eineiige Zwillinge sind genetisch identische Klone.

Knock-out-Tier

Maus oder anderes Labortier, bei dem mittels eines gentechnischen Eingriffs ein →Gen deaktiviert wurde.

Koexistenz

Gleichzeitiges Vorhandensein verschiedener Systeme. In der grünen →Gentechnik das Nebeneinander von Feldern mit →GV-Pflanzen und solchen mit herkömmlichen Sorten.

Krebs

Bösartige Zellwucherungen (Tumore),die durch unkontrollierte Zellteilungen entstehen.

Leukämie

Krebs des blutbildenden Systems.

Ligase

Enzym, das →DNA-Stücke miteinander verklebt.

Lipase

Enzym, das Fette abbaut.

Markergen

Gen, das einem Organismus eine leicht erkennbare Eigenschaft vermittelt. Z.B. ein Gen für ein →Enzym, das einem →Bakterium die Fähigkeit verleiht, eine farblose Substanz in eine farbige umzuwandeln.

Meiose

Zellteilung bei der Bildung von Ei- und Samenzellen. Die Meiose halbiert den Chromosomensatz in den →Zellen. Beim Menschen von 46 →Chromosomen in einer Körperzelle auf 23 Chromosomen in den Ei- und Samenzellen.

Microarray

DNA-Chip. Liefert Informationen über die →Gen-Aktivität einer →Zelle durch Aufspüren der →mRNAs.

Mikroorganismen

Bakterien, →Viren, einzellige Pilze und Algen.

Mitose

Mechanismus bei der Zellteilung. Die →DNA wird verdoppelt und an beide Tochterzellen weitergegeben

Molekularbiologie

Wissenschaft, die sich mit den molekularen Vorgängen in einer →Zelle befasst.

Monogenetische Erkrankung

Von einem einzigen →Gen ausgelöste →Erbkrankheit.

Monoklonaler Antikörper

Im Labor hergestellter →Antikörper. Die Produktion erfolgt in →Zellen, die aus der Verschmelzung einer antikörperbildenden Zelle mit einer Krebszelle entstanden sind.

Monosomie

Fehlen eines →Chromosoms. Statt als Chromosomenpaar liegt ein Chromosom im →Zellkern nur ein Mal vor.

mRNA

Englisch messenger RNA. Einzelsträngige Kopie eines →Gens, welche die Anleitung für den →Proteinaufbau trägt. Auch Boten-RNA genannt.

Multifaktoriell

Durch mehrere Ursachen ausgelöst.

Mutation

Spontane oder durch äussere Einflüsse (z.B. Strahlung, Chemikalien) erzeugte Veränderung des Erbmaterial

Nanobiotechnologie

Wissenschaft, die Methoden der →Biotechnologie mit der Nanotechnologie (Technologie im Bereich von Milliardsteln Metern) kombiniert.

Patent

Schutzrecht des geistigen Eigentums, das die zeitlich befristete kommerzielle Nutzung einer Erfindung regelt. Die Erkenntnisse werden offen gelegt.

PCR

Englisch Polymerase Chain Reaction. Labormethode zur Vervielfältigung von →DNA-Stücken.

Phänotyp

Gesamtheit der äusserlichen Merkmale eines Organismus wie Grösse, Augenfarbe, Blutgruppe etc. Wird vom →Genotyp und der Umwelt bestimmt.

Pharmakogenetik/-genomik

Wissenschaft, welche die vererbbaren Besonderheiten der Verstoffwechselung von Medikamenten untersucht, z.B. die durch →Enzyme bestimmte Geschwindigkeit des Abbaus einer Arznei in der Leber

Pharming

Produktion von →Enzymen und Arzneimitteln in gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren. Auch Farming genannt.

Plasmid

Kleines ringförmiges →DNA-Stück, das vor allem in →Bakterien vorkommt.

Polymerase

Enzym, das den Aufbau von →DNA- oder →RNA-Molekülen ermöglicht.

Prädiktive Diagnostik

Voraus schauende Untersuchung. →Gentests zur Vorhersage der Wahrscheinlichkeit, mit der eine Krankheit auftreten wird.

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Gentest am →in vitro gezeugten →Embryo im Labor. Gesunde Embryonen werden anschliessend in die Gebärmutter übertragen.

Pränataldiagnostik (PND)

Untersuchungen am →Embryo bzw. Fötus während der Schwangerschaft.

Prime Editing

Bei einer Variante des Systems (Prime Editing) ist keine einzufügende DNA für eine Einfügung nötig, da die einzufügende Sequenz durch eine RNA-Verlängerung codiert wird.

Protein

Eiweiss. Aus →Aminosäuren aufgebauter Naturstoff, aus dem alle →Zellen aufgebaut sind. Proteine erfüllen im Körper verschiedenste Aufgaben.

Proteom

Gesamtheit aller Proteine in einer Zelle oder in einem Gewebe. Je nach Lebensphase oder Zustand (krank, gesund) ist das Proteom aus unterschiedlichen Eiweissen zusammengesetzt.

Proteomik

Wissenschaft, welche das →Proteom untersucht. Analysiert wird z.B. das Zusammenspiel von →Proteinen bei der Entstehung einer Krankheit.

Rekombination

In der →Gentechnik die Verknüpfung von →DNA-Stücken, auch von verschiedenen Lebewesen.

Reproduktives Klonen

Durchführung eines →Kerntransfers mit dem Ziel, ein geklontes Kind heranwachsen zu lassen. In der Schweiz verboten

Resistenz

Widerstandskraft eines Organismus gegen negative äussere Einflüsse, z.B. gegen Trockenheit, Schädlinge oder Krankheiten.

Resistenzgen

Gen, das für ein →Protein codiert, welches den Organismus gegen bestimmte Umwelteinflüsse z.B. Schädlinge, Gifte oder Kälte widerstandsfähig macht

Restriktionsenzym

Enzym, das die →DNA an bestimmten Stellen zerschneidet. Rezessiver Erbgang = Vererbung von →Allelen, die nur als Merkmal erscheinen, wenn sie in doppelter Kopie vorliegen, da sie von →dominanten Allelen unterdrückt werden.

Restriktionsenzym

Enzym, das die →DNA an bestimmten Stellen zerschneidet.

Rezessiver Erbgang

Vererbung von →Allelen, die nur als Merkmal erscheinen, wenn sie in doppelter Kopie vorliegen, da sie von →dominanten Allelen unterdrückt werden.

Ribosom

Eiweissfabrik. Komplex aus →rRNA und →Proteinen, welcher unter Verwendung einer →mRNA als Vorlage den Proteinaufbau aus →Aminosäuren steuert

RNA-Interferenz

Mechanismus, der denAufbau bestimmter →Proteine hemmt. Dabei binden sich kurze →siRNA-Stücke an die →mRNA und veranlassen deren Abbau.

RNA/RNS

Ribonukleinsäure (englisch -acid für -säure). →mRNA, →rRNA, →tRNA, →siRNA.

Rote Gentechnik

Umgangssprachliche Bezeichnung für die →Gentechnik in der Medizin.

rRNA

Ribosomale RNA, Bestandteil der →Ribosomen.

Sars

Englisch Severe acute respiratory syndrome. Durch einen →Virus ausgelöste Krankheit, die 2002 erstmals auftrat. Das Virus stammt vermutlich von einem Erreger ab, der zuvor nur Tiere befallen hatte.

Screening

Das Durchsuchen grosser Mengen verschiedener Gewebeproben oder einer Bevölkerungsgruppe nach bestimmten →Mutationen oder Genvarianten.

Sequenzierung

Methode zur Entschlüsselung der →Basenreihenfolge eines →Gens bzw. des ganzen →Genoms.

siRNA

Englisch small interfering RNA. Kurze →RNA-Stücke die sich an →mRNA binden und durch den Mechanismus der →RNA-Interferenz die Gen-Aktivität regulieren.

Somatische Gentherapie

Gen-Übertragung in Körperzellen (→Keimzellen ausgenommen) zur Behandlung von →Erb- und anderen Krankheiten.

Spleissen

Das Herausschneiden bestimmter Sequenzen aus der →mRNA nach der →Transkription.

Stammzelle

node/2887, die sich selbst erneuert und zu verschiedenen Zelltypen ausreifen kann.

Täuschungsschutz

Verpflichtung zur ausreichenden Kennzeichnung (Deklaration) von Lebensmitteln und anderen Produkten, damit Konsumentinnen und Konsumenten im Einklang mit ihrer Weltanschauung einkaufen können.

Therapeutisches Klonen

Durchführung eines →Kerntransfers mit dem Ziel, für den Zellkern-Spender bzw. die -Spenderin genetisch identische →embryonale Stammzellen zu gewinnen und diese zur Reparatur defekter →Zellen einzusetzen.

Transgen

Gentechnisch verändert.

Transgene Lebewesen

Gentechnisch veränderte →Mikroorganismen, Tiere oder Pflanzen.

Transkription

Umschreibung von →DNA zu →RNA. Auf dem Prinzip der →Basenpaarung beruhende Synthese von einzelsträngiger →RNA, basierend auf der Vorlage doppelsträngiger →DNA.

Transkriptom

Die Gesamtheit der zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer →Zelle vorliegenden →RNA-Moleküle.

Transkriptomik

Erforschung der →RNA-Moleküle. Z.B. wird die Frage untersucht, zu welchem Zeitpunkt und in welchen →Zellen bestimmte →Gene aktiv sind, d.h. ihre →mRNA vorliegt.

Translation

Umsetzung der →Basensequenz der →mRNA in die →Aminosäurenreihenfolge des →Proteins. Der Vorgang findet an den →Ribosomen statt.

Translationale Forschung

weiterführende, gezielte Grundlagenforschung an der Schnittstelle zur angewandten Forschung

Trisomie

Vorliegen eines überzähligen →Chromosoms. Am häufigsten ist das dreifache (statt doppelte) Vorliegen des Chromosoms Nummer 21, was zum Down-Syndrom führt. Betroffene Menschen haben eine geistige und teilweise auch körperliche Behinderung

tRNA

Transfer-RNA. An eine der 20 verschiedenen →Aminosäuren gebundene →RNA, die sich mit ihrem →Anticodon an ein →Codon auf der →mRNA bindet und so den korrekten Einbau der entsprechenden Aminosäure ins entstehende →Protein sicherstellt.

Virus

Kleiner Partikel (→Mikroorganismus) aus →Proteinen und →DNA bzw. →RNA, der sich nur mit Hilfe lebender →Zellen vermehren kann. Häufig Krankheitserreger.

Wahlfreiheit

Die Möglichkeit, sich zwischen mehreren Angeboten zu entscheiden. Z.B. zwischen herkömmlichen und GV-Lebensmitteln.

Weisse Gentechnik

Umgangssprachliche Bezeichnung für die →Gentechnik in der industriellen Produktion.

Zelle

Kleinste selbständig lebensfähige Einheit. Grundelement aller Vielzeller (Mensch, Tiere, Pflanzen).

Zellkern

Umhüllter Bereich im Innern von Tier- und Pflanzenzellen, welcher das genetische Material enthält.